Weddelbrook hat erstmals eine Bürgermeisterin
In der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag, 7. Mai, wurde die 63-jährige Rentnerin Ellen Mundt (Bürger für Weddelbrook, BfW) zur Bürgermeisterin gewählt. Mit ihr übernahm erstmals in der Geschichte des Dorfes eine Frau das Bürgermeisteramt und damit den Vorsitz in der elfköpfigen Gemeindevertretung.
Die Neuwahl war erforderlich, weil BfW-Mitbegründer Norbert Wienck als ihr Vorgänger auf dem Leitungsposten von all seinen Ämtern zurückgetreten ist und auch seinen Sitz in der Vertretung abgegeben hat.
Die Freie Wählergemeinschaft Weddelbrook (FWW) wünscht Ellen Mundt, die bei der Kommunalwahl im Mai 2023 in die Gemeindevertretung gewählt wurde, ein gutes Gelingen in ihrem neuen Amt.

(Foto von der Website der BfW)
Bürgerinformation zum geplanten Neubau eines Feuerwehrhauses
Mitarbeiter der von der Gemeinde Weddelbrook mit der Planung eines neuen Feuerwehrhauses beauftragten Butzlaff Tewes Architekten + Ingenieure GmbH aus Brande-Hörnerkirchen stellten den zahlreichen Besuchern der Einwohnerversammlung (26. Februar) im Dorfhaus einen Entwurf für das Neubauprojekt ausführlich, anschaulich und sachlich vor.
Die Freie Wählergemeinschaft Weddelbrook (FWW) veröffentlicht die Präsentation, damit alle, die nicht an der Einwohnerversammlung teilnehmen konnten, sich ein Bild von dem Projekt machen können.
Falls jemand das Bauprojekt im Allgemeinen, den Entwurf im Besonderen oder den Informationsfluss von der Gemeindevertretung zu den Bürgern kommentieren möchte, dann bitte schriftlich per E-Mail an info@fww-weddelbrook.de

Termine 2025:
Donnerstag, 11. Dezember: Sitzung der Gemeindevertretung / 19:30 Uhr / Dorfhaus /
Info-Veranstaltungen zum NordOstLink
Der NordOstLink ist eine Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung, die über rund 200 Kilometer von Heide im Kreis Dithmarschen nach Mühlenbeck bei Schwerin führen wird und dabei auch den Kreis Segeberg quert. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben wird die Leitung als 525-Kilovolt-Erdkabel geplant. Der NordOstLink soll Windenergie von der Westküste Schleswig-Holsteins und der Nordsee direkt in die Region bringem und genau dort nutzbar machen, wo sie erzeugt wird. Gleichzeitig soll Windstrom bis nach Mecklenburg-Vorpommern geleitet werden und bei Bedarf weiter über den SuedOstLink+ bis nach Süddeutschland.

Am 15. und 16. April stellt TenneT Germany in Bad Bramstedt und Stuvenborn den ersten Entwurf der Feinplanung für den Leitungsabschnitt zwischen Hagen und Neversdorf vor. Dieser zeigt anhand des vorläufigen Schutzstreifens, wie der geplante Abschnitt verlaufen soll.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich über die Planungen zu informieren. Das TenneT-Projektteam möchte in persönlichen Gesprächen den aktuellen Stand des Vorhabens erläutern. Einen Vortrag wird es bei der Veranstaltung nicht geben.
Anmeldungen sind nicht erforderlich.
Die Veranstaltungen:
Mittwoch, 15. April 2026, 15 – 19 Uhr
Restaurant Kaisersaal
Bleeck 26, 24576 Bad Bramstedt
Donnerstag, 16. April 2026, 15 – 19 Uhr
Landgasthof Goldener Hahn
Am Dorfplatz 1, 24641 Stuvenborn
Ausführliche Informationen zum NordOstLink auf der TenneT-Website
Aktuelle Energiesituation in Weddelbrook veranschaulicht
Der EnergieMonitor der Schleswig-Holstein Netz GmbH veranschaulicht die aktuelle Energiesituation in den Kommunen, Ämtern und Landkreisen Schleswig-Holsteins: Er stellt die lokale Stromerzeugung z.B. aus Photovoltaik, Windkraft oder Biomasse dem örtlichen Stromverbrauch gegenüber.
Zudem zeigt er den Grad der Eigenversorgung und wann Strom aus dem Netz bezogen oder ins Netz eingespeist wird. So macht der EnergieMonitor den Stand der Energiewende auf lokaler Ebene sichtbar.
Hinsweis: Die auf Weddelbrooker Gemeindegebiet erzeugte Energie der bereits in Betrieb befindlichen Windkraftanlagen wird zurzeit noch gänzlich vom Lentföhrdener EnergieMonitor erfasst. Das soll sich aber zum Jahresende ändern.
Balkonkraftwerke werden im Monitor ganr nicht angezeigt:
Die SH Netz GmbH schreibt dazu auf ihrer Website: „Da Balkonkraftwerke nach aktueller Gesetzeslage nicht dem Netzbetreiber, sondern nur im Marktstammdatenregister gemeldet werden müssen, werden Balkonkraftwerke nicht im EnergieMonitor berücksichtigt. Hinzu kommt, dass Experten von einer hohen Dunkelziffer von aktiven, nicht angemeldeten Balkonkraftwerken ausgehen. Die Berücksichtigung findet also nur indirekt über den gesunkenen Verbrauch der Haushalte statt.“
Hier klicken zum EnergieMonitor für Weddelbrook:

Grafik: SH Netz GmbH
Die SH Netz GmbH hat auch für zahlreiche andere Gemeinden und auch für Ämter im Kreis Segeberg EnergieMonitore eingerichtet, u.a. für
Quelle: Schleswig-Holstein Netz GmbH
Verfasser: Michael Zwicker
Pressemitteilung des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW):
Regionalpläne Windenergie: Und wieder nichts dazugelernt
Zur Vorstellung der neuen Regionalpläne Windenergie erklärt die wirtschafts-, energie- und klimapolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:
„Was CDU und Grüne seit 2017 als Energiepolitik verkaufen, ist in Wahrheit
das Ergebnis jahrelanger Zwangsehe auf Kosten von Planung, Natur und
Beteiligung. Die bisherigen Regionalpläne sind schließlich nicht ohne Grund
gescheitert – teils vor Gericht, teils auf dem eigenen Reißbrett. Denn hier wird
nicht geplant, sondern ideologische Risse mit faulen Kompromissen gekittet.
Und das sieht man den Ergebnissen auch an.
410 Vorranggebiete klingen nach Fortschritt, doch der Weg dahin ist geprägt
von politischer Beliebigkeit. Erst wurde ein pauschaler 1000-Meter-Abstand
zur Wohnbebauung versprochen – wohlwissend, dass das die verfügbaren
Flächen stark einschränkt. Um das Defizit auszugleichen, mussten dann
Landschaftsschutzgebiete, Biotope und Küstenräume herhalten. Und jetzt
reichen in sogenannten vorbelasteten Gebieten plötzlich 800 Meter. Das ist
nicht konsequent. Das ist beliebig.
Statt aus alten Fehlern zu lernen, werden die Muster einfach weitergeführt:
zentralistische Steuerung, planerische Willkür und eine Beteiligungskultur,
die auf dem Papier existiert, aber praktisch kaum noch etwas bedeutet.
Denn die Kommunen vor Ort, die meist genau wissen, was machbar und
akzeptiert ist, sollen nach Gusto der Landesregierung auf Sicht entmachtet
werden. Sobald das Land seine eigenen Flächenziele erreicht hat, will
Schwarz-Grün die Gemeindeöffnungsklausel schon wieder einkassieren. Das
heißt im Klartext: Heute dürfen die Gemeinden noch mitreden, beim
nächsten Repowering oder bei künftigen Planungsanpassungen ist damit
aber wieder Schluss. Das schafft keinen Windfrieden, sondern Frust.
Zwei statt eigentlich vier Monate Frist für hunderte neue Vorrangflächen –
das ist kein ernsthafter Dialog, sondern ein Haken auf der Checkliste. Dabei
verändern sich Zuschnitte, Abstandszonen und technische
Rahmenbedingungen laufend – mit ganz realen Folgen für betroffene
Menschen. Und auch die Rechtssicherheit bleibt weiter fraglich. Schon 2019
hat Lars Harms (ehemaliger SSW-Fraktionsvorsitzender im Landtag SH) davor gewarnt, dass eine einzige erfolgreiche Klage reicht,
um dem Wildwuchs Tür und Tor zu öffnen. Diese Gefahr besteht weiter –
gerade weil auch diesmal wieder mehr aufs Tempo als auf tragfähige
Planung gesetzt wird.
Der SSW steht klar zur Energiewende. Wir wollen den Ausbau der Windkraft,
aber wir wollen ihn fair, transparent und mit echtem Schutz für Mensch und
Natur. Und wir wollen, dass Bürgerinnen und Bürger vor Ort mitentscheiden
können, ob und wo gebaut wird. Alles andere gefährdet nicht nur die
Akzeptanz, sondern auch die Ziele selbst. Diese Pläne sind davon weit
entfernt.
Bürger-Beteiligungsverfahren „Windenergie an Land“
Seit dem 29. April 2025 konnten online auf BOB-SH eingesehen werden:
– Landesverordnung „Windenergie an Land“ im Landesentwicklungsplan Schleswig-Holstein (LEPWindVO);
– Plantext zu Kapitel 4.5.1 Windenergie an Land einschließlich Begründung (Anlage 1 zu § 1 LEPWindVO);
– Umweltbericht (Anlage 3 zu § 1 LEPWindVO).
– Karte zum Kapitel 4.5.1 Windenergie an Land mit Zielen der Raumordnung:

Der Verordnungsentwurf, die Planunterlagen sowie ergänzende Unterlagen konnten auch bei der Landesplanungsbehörde (Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 92, 24105 Kiel) vom 21. Mai bis einschließlich 21. Juli eingesehen werden.
In diesem Zeitraum konnten die Öffentlichkeit sowie die in ihren Belangen berührten öffentlichen Stellen ihre Stellungnahmen abgeben. Die Stellungnahmen sollten elektronisch übermittelt werden über die Online-Beteiligungsplattform BOB-SH mit der Internetseite www.bolapla-sh.de oder per E-Mail an windenergiebeteiligung@im.landsh.de oder per Post an das Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein / Landesplanungsbehörde 7 Referat IV 64, Düsternbrooker Weg 9224105 Kiel.
Stellungnahmen in mündlicher Form waren ausgeschlossen (§ 5 Absatz 6 Satz 3 LaplaG). Alle Stellungnehmenden wurden gebeten, ihre Stellungnahme der Landesplanungsbehörde nur einmal zu übermitteln, entweder über die Online-Beteiligungsplattform BOB-SH, per E-Mail oder per Post.
Weitere Informationen zum Landesentwicklungsplan Windenergie im Landesportal unter www.schleswig-holstein.de/windenergie.
Quelle: Text und Grafik von der Website der Landesregierung Schleswig-Holstein / bolapla-sh
Beitrag von Michael Zwicker
Erklärung der Gemeindevertretung Weddelbrook:
Für Demokratie und Freiheit, gegen Extremismus und Fremdenfeindlichkeit
„Wir, die Weddelbrooker Gemeindevertreterinnen und
Gemeindevertreter mit unseren jeweiligen kommunalpolitischen
Fraktionen, treten für Demokratie und Freiheit ein.
Wir stehen für Toleranz, Respekt, Mitmenschlichkeit und ein
friedliches Zusammenleben in unserem Ort und in unserem Land. Für uns sind alle Bürger gleich, unabhängig von Herkunft, Religion,
geschlechtlicher Orientierung und politischer Überzeugung.
In unserer Gesellschaft dürfen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und
Antisemitismus keinen Platz haben, denn sie sind
menschenverachtend und demokratiefeindlich. Gleiches gilt für
bekannt gewordene Absichten von Rechtsextremen, Menschen aus
unserem Land heraus zu drängen, wenn sie den populistischen
Vorstellungen von „Deutschtum“ nicht entsprechen.
Wir lehnen derartige Einstellungen entschieden ab und rufen die
Weddelbrooker Wahlberechtigten mit Blick auf die Europawahl (9.
Juni) und weitere anstehende Wahlen auf, gegen Hass und Hetze zu
stimmen, indem sie Parteien wählen, die Grundwerte wie Demokratie,
Rechtsstaatlichkeit, soziale Gerechtigkeit und individuelle
Freiheit achten und vertreten.
Zudem appellieren wir an alle wahlberechtigten und auch (noch) nicht
wahlberechtigten Bürger, sich aktiv für eine offene und gerechte
Gesellschaft zu engagieren, sei es hier in Weddelbrook oder auf
anderen Ebenen. Denn Extremismus betrifft uns alle und gefährdet den
sozialen Zusammenhalt.“
Weddelbrook, 25. April 2024
Diese Erklärung hat Gemeindevertreter Carsten Schweder (Fraktionssprecher der Freien Wählergemeinschaft Weddelbrook, FWW) in der Sitzung der Gemeindevertreter/innen am 25. April 2024 vorgeschlagen. Sie wurde lobend zur Kenntnis genommen und wird auch auf der Gemeinde-Website (www.weddelbrook.de) veröffentlicht. Den Text der Erklärung haben Carsten Schweder (FWW-Vorsitzender) und Michael Zwicker (FWW-Schriftführer) gemeinsam formuliert.


